Erich Kettelhut: Der Schatten des Architekten

Hrsg. von Werner Sudendorf, 483 Seiten, 365 Abb. belleville Verlag, 58 €

Heute bereits ein Standartwerk

Heute bereits ein Standartwerk

Zugegeben ich bin etwas spät dran. Die Bedeutung dieses Buches und die editorische Leistung von Werner Sudendorf ist bereits ausführlich gewürdigt worden. Die Memoiren des Filmarchitekten Erich Kettelhut geben einen intimen Einblick in die Arbeitsweise des Regisseurs Fritz Lang. Und nicht nur das,  sondern auch in den Produktionsalltag der 1920er und 1930er Jahre. Der 1973/1974 geschriebene Text befand sich im Bestand der „Deutschen Kinemathek“ in Berlin.

Das Erlebnis der restaurierten Fassung von „Die Nibelungen“ in der vergangenen Woche in Berlin läßt die Erinnerungen des Architekten Erich Kettelhut (im Vorspann nur als Mitarbeiter genannt) besonders nachhaltig lebendig werden. Etwa wenn er die Intensität der Gemeinschaftsarbeit zwischen dem Regisseur Fritz Lang und dem technischen Team beschreibt. Außerdem lernen wir, wie der Drachen funktioniert hat. Wenn in der kommenden Woche das „Stuttgarter Trickfilmfestival“ und der Fachkongress „FMX „Einblicke in Arbeitsweise heutiger Spezial-Effekt-Macher erlauben, wird man feststellen, wie weit Erich Kettelhut und Kollegen schon damals bei den „Nibelungen“ und „Metropolis“ waren. Also: Unbedingt den „Schatten des Architekten“ anschaffen, die bis heute reichen…

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